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Plattenresonatoren

 

Wie auf dieser Seite in der Bauanleitung beschrieben, habe auch ich meine ersten Plattenresonatoren mit einer Grundfläche von 100cm X 70 cm geplant. Die Kantenhöhe beträgt 10cm und die Hartfaser-Membran hat eine Stärke von 3mm.

Daemmung

 

Gehaeuse
Gehaeuse_1

 

 

Membran

Wie auf den Bildern zu sehen ist, habe ich das Gehäuse zur Hälfte mit Akustikdämmmatten, die eigentlich für den Trockenbau gedacht sind, ausgekleidet. Da sie etwas zu groß waren, musste ich etwas improvisieren, damit sie die Membran nicht berühren.

Die nun folgenden Plattenresonatoren habe ich nach dieser Formel (aus FRIESECKE) berechnet:

Formel

f res: Resonanzfrequenz in Hz

m´: Flächenspezifische Masse der Platte (Membran) in kg/m²

d: Tiefe des Luftpolsters hinter der Platte in cm

Die Gehäuse wurden locker mit Isover-Dämmmaterial befüllt. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Mineralwolle die Membran nicht berührt. Als Membran habe ich wieder auf 3mm MDF zurückgegriffen, welches eine Rohdichte von ca. 850kg/m³ hat. Dies ergibt eine flächenspezifische Masse von 2,55 kg/m². Nach Berechnung mit obiger Formel habe ich eine Resonanzfrequenz von ca. 71Hz bei einer Tiefe des Luftpolsters von 28cm (quaderförmiger Absorber) und ca. 73 Hz bei 26cm Luftpolster (Eckabsorber) erhalten.

Damit diese Resonatoren wirkungsvoll arbeiten, sollten sie nicht mit weniger als 50cm Kantenlänge geplant werden und eine Membranfläche von mindestens 0,5 m² haben. Mein Eckabsorber ist 97cm x 92cm (effektive Membranfläche ~ 0,81m²), der quaderförmige Absorber 95cm x 75cm (effektive Membranfläche ~ 0,64 m²).

Der Aufbau der Kisten gestaltet sich nicht besonders schwer. Es sollte jedoch sichergestellt werden, dass einem die Mineralwolle nach dem luftdichten Verleimen der Membran nicht mehr im Gehäuse hin und herpurzelt. Dazu habe ich ein Drahtgeflecht an Schrauben gespannt, welche sich zum Schluss einfach mit einem Akku-Schrauber spannen lassen.

Isover Eckabsorber
Eckabsorber_Fuellung Leimen
Membran_verleimt
Plattenresonator Fussleiste
Matten Draht
Membran Eckabsorber_fertig
Plattenresonator_fertig Absorber_rear

Unten sind zum Vergleich zwei Wasserfalldiagramme zu sehen, welche das Abklingverhalten der tieffrequenten Schallanteile im Hörraum bei gleichzeitigem Betrieb der Front und beider Subwoofer anzeigen. Das erste Bild zeigt den Zustand vor, das zweite Bild nach der Installation der beiden Plattenresonatoren im Rearbereich.

Ohne Plattenresonatoren
Wasserfall_ohne_Resos
Mit Plattenresonatoren
Wasserfall_mit_Resos

Es ist u.a. zu erkennen, dass der Nachhall der Raummode um 29Hz stark nachgelassen hat. Auch die berechnete Resonanzfrequenz der Resonatoren von ca. 71Hz und 73Hz zeigt seine Wirksamkeit durch eine Veränderung des Frequenzgangs und Nachhallzeit. Deutlich wird ebenso, dass solche Plattenresonatoren breitbandig, und bei entsprechender Bautiefe, bis hinunter zur ersten Raummode wirksam werden.

Veränderungen des Frequenzgangs wären auch durch elektronische Filter zu erreichen gewesen. Ein glatterer Frequenzgang bei gleichzeitiger Verringerung der Nachhallzeit bis in den Kickbassbereich werte ich jedoch als Erfolg. Vor allem für den relativ geringen Aufwand an Fläche und Mitteln.